Samstag, 25. Januar 2020

Samstag

Ein kleiner Spaziergang.

Wir wollten mal wieder ein wenig die Beine bewegen. Und Irmgard hätte gerne mal einen Blick in den Supermercado von "Masymas" geworfen. So war klar, wohin uns der Weg führen sollte. Na ja, so ganz klar war das nun doch wieder nicht, denn Irmgard und ich waren anderer Meinung, wo sich der Laden befindet. Letztlich hatte keiner von uns beiden recht. Jedoch konnte ich mich mit meiner vermeintlichen Sicherheit durchsetzen welche Richtung wir einschlagen. Das führte dazu, dass der Weg länger wurde als geplant. Als Irmgard nach etlicher Wegstrecke immer mauliger wurde und nun auftrumpfen konnte, dass meine früher so gut funktionierende Orientierung mit dem Alter doch ganz schön nachgelassen hat, erst da bemühte ich das Smartphone und suchte die Anschrift heraus. Leider musste ich meinen Fehler eingestehen. Um doch noch zu unserem Ziel zu gelangen mussten wir die viel befahrene Hauptstraße nutzen. 
Doch das war meiner lieben Ehefrau dann doch zu blöd und sie gab ihrem Unmut freien Lauf! Sie wollte abbrechen und für heute nicht mehr diesen Supermarkt aufsuchen. Es gelang mir jedoch sie noch etwas zu motivieren, da wir ja schon den größten Teil des Weges bewältigt hatten, die paar Meter auch noch durchzuhalten.  
So erreichten wir dann tatsächlich unser anfangs gewähltes Ziel und schauten den Markt von innen an. Jedoch war nichts an Angeboten dabei, die Irmgard dazu veranlassten die Ware in den Einkaufswagen zu legen. So ging es mit Nichts im Warenkorb wieder zum Ausgang.
Ich hatte lediglich einige Fotos aus der Abteilung Seefisch geschossen, die ich als "Beute" mit nachhause nahm.





Wir waren jedoch alle beide froh, als wir endlich unser Auto erreichten und uns setzen konnten.
Nach einer längeren Erholungspause tat ich das, was ich schon seit Tagen vorhatte: Die Scheiben des Mobils putzen.
Trittleiter in Stellung bringen, Glasreiniger aus der Sprühflasche aktivieren und dazu die Küchenrolle zum polieren einsetzen. 
Wir können wieder ungetrübte Sicht ohne Schlieren und Streifen durch die Frontscheibe geniessen!
Das war´s denn für heute. Morgen ist ein neuer Tag!
Hier noch den Aufruf zur gemeinsamen Aktion Strandreinigung:

Freitag, 24. Januar 2020

Freitag

Das Wochenende naht!

Freitag, und Irmgard will nicht auf den Markt in Oliva. Ja so langsam ist das für meine Frau nicht mehr so interessant, gibt nichts Neues mehr, ist alles schon bekannt.
Und das Obst und Gemüse kauft sie inzwischen lieber auf dem Flohmarkt in El Verger. Da ist nicht so ein Gedränge, und die Qualitäten stimmen auch.

Bernd und ich hatten uns für heute verabredet den Wüstensand von den Dächern unserer Wohnmobile abzuwaschen und herunterzuspülen. Bernd wollte dafür unbedingt einen Hochdruckreiniger kaufen, blieb dabei aber erfolglos. So machten wir es nach alter Väter Sitte mit der Waschbürste. Einen kleinen Trick genehmigten wir uns jedoch. Wir zapften dabei einen Wasserhahn im Sanitärgebäude an, da hier ein besserer Wasserdruck herrscht als an unser Zapfstelle am Platz. Das hat ganz gut funktioniert.
ich sitze bequem und beobachte Bernd bei seiner Arbeit. Ich trage die Verantwortung. Nein, in Wirklichkeit stehe ich bereit um behilflich zu sein. Wasser an- und abstellen, die Waschbürste aufs Dach nachzureichen und diverse weitere Handreichungen. 



Irmgard schaut auch belustigt dem Treiben zu

Hier haben wir das Wasser abgezapft!

Heute hatte ich meinen ersten Zahnarzttermin hier in dieser Saison in Spanien. Viel lieber hätte ich geschrieben: meinen einzigen! Doch der Zahnarzt hat mir, in übertragenem Sinne, ganz schnell "diesen Zahn gezogen"!
Ein Zahn ist wieder restaurierungsbedürftig, und da werden einige Sitzungen notwendig sein. 
Irmgard ist mitgekommen, jedoch dann alleine zum "Deutschen Eck" marschiert um dort ihre Zeitschriften einzukaufen und bei "Carlos" noch Teewurst zu kaufen. Doch das mit der Wurst wurde nichts, der Laden hatte noch länger Mittagspause. So traf ich meine liebe Frau dann im Strudelkaffee bei Cappuccino und einer Apfelschnitte. Ich setzte mich dazu und genoss einen Espresso.
Der erste Stop auf dem Heimweg war der China-Laden. Hier erstand ich zwei Greifer. Greifer, wozu? 

Kurze Antwort: Am Donnerstag wollen sich alle Camper am Strand treffen und den vom Meer angspülten Müll einsammeln. (Ein Kommentar lautete: Das Meer gibt uns zurück, was wir hineingeworfen haben.) Eine gute Aktion, meine ich. Dafür die Greifer, damit wir uns nicht so tief bücken müssen. In unserem Alter ist das schon sehr mühsam!

Olaf hatte heute auch einen Zahnarzttermin, seinen zweiten, und ist nun vom Arzt als reisefähig entlassen worden. Die Beiden wollen dann am Dienstag wieder auf die Piste gehen. Weiter Richtung Süden und Portugal. Bis dahin werden wir uns sicher noch sehen.
Nun läute ich mal den Feierabend ein und verabschiede mich bis Morgen.


Donnerstag, 23. Januar 2020

Donnerstag

In Gandia......

hatte ich einen Massagetermin. Da passte es gut, dass ich Irmgard mitnahm und bei "Carrefour" aussetzte.
Nach meiner Behandlung beim Physiotherapeuten sammelte ich meine Frau mitsamt ihrer gefüllten Einkaufstasche wieder ein. Sie war sehr erfolgreich und hat einige spezielle Küchengeräte einkaufen können, nach denen sie schon länger vergeblich gesucht hatte. 

Zurück auf unserer Parzelle stellte sich dann irgendwann die Frage was wir denn heute zu Abend essen wollen. Meine Antwort - wir gehen auswärts speisen - wurde dankbar aufgenommen. Und es kam von Irmgard auch sofort ein Vorschlag wohin: Mandala! Okay, machen wir.
Und so kommen nach langer, langer Zeit auch mal wieder Fotos von uns, die unsere Speisen zeigen.

ein fantastischer Lambrusco

Vorspeise verschiedener Brotarten mit Öl

kleiner Käseteller


romantische Dekoration


Pizza Vierjahreszeiten

Lasagne
großer Salatteller

schwarze Pasta mit Lachs



Mittwoch, 22. Januar 2020

Bestandsaufnahme

So sieht es heute aus:

Leute, wenn wir die Bilder von anderen Orten hier an der Küste sehen, dann können wir nur feststellen, dass wir unendliches Glück hatten. Wir leben hier in einer sehr günstigen Position!
Hier ein paar Fotos aus Facebook:





Irmgard und ich sind heute Nachmittag ein wenig spazieren gegangen. Dabei konnten wir doch erkennen welches Ausmaß der Sturm hier hatte. 


das ist im Original eine Asphaltstraße, jetzt nur noch Sand als Belag!



selbst diesen Betonsockel hat der Sturm gesprengt!

alles diesig, die Gischt hängt in der Luft!





sogar die Fische sind an Land gespült worden!





Die Dünung ist noch unverändert hoch und die Luft von der Gischt sehr diesig.
Ein paar kleine Donnerschläge waren auch heute noch zu vernehmen und der eine oder andere Regentropfen setzte sich auch auf die Linse des Fotoapparats. Aber wir schauen jetzt nach vorn, das Wetter wird die nächsten Tage wieder deutlich besser. Und das wollen wir dann auch genießen!

Hier noch ein Post von Sabine, über Facebook und an den KikoPark. Sie hat schräg gegenüber von uns ihr Mobil stehen.

Es ist so schrecklich, die Bilder dieses Unwetters zu sehen. Die schönen Buchten, die wir so lieben, zerstört. Das überschwemmte Hinterland, zahlreiche Campingplätze hier an der Küste, die überflutet sind und Menschen, die evakuiert werden mussten.
Wir sind auf dem Kiko Park in Oliva, direkt am Meer und mittendrin im Zentrum von Gloria. Wir haben noch nie diese laut tosenden Naturgewalten erlebt. Über Stunden Windstärke 12 mit Orkanböen bis 130 km/Stunde, Starkregen, Wellen mit mehr als 8 Metern, starke Gewitter, die überhaupt nicht aufhören wollen... Seit heute Mittag hat sich das Wetter bei uns deutlich beruhigt.
Bis auf die Tatsache, dass Strandübergänge weggebrochen sind und wir auf dem Platz mehr Sand als sonst haben, ist alles gut.
Die natürlich bewachsenen Dünen haben uns Schutz gegeben und die hohen Investitionen in diesen Platz haben sich in den letzten 2 Nächten echt ausgezahlt. Hier steht nichts unter Wasser, die Plätze sind super befestigt, die Kanäle offen, so dass das Wasser ablaufen kann. Die Inhaber haben die letzten Nächte in den Appartements am Platz übernachtet, die Mannschaft mit Nachtschicht wurde verdoppelt.
Wir haben zu keiner Zeit wirklich Angst gehabt.
Ich finde, dass gehört einfach auch mal erwähnt.
DANKE TONI UND DEINEM TEAM.

Dienstag, 21. Januar 2020

Alles ruhig.

Es ist wieder Ruhe eingekehrt.

Lediglich die starke Brandung ist unverändert kräftig zu hören. Ansonsten hat die Sonne schon einen zaghaften Versuch unternommen sich wieder in Erinnerung zu bringen. Auffällig ist der starke Dunst in der Luft. Selbst wenn man in Richtung Binnenland schaut, so ist die Sicht durch den starken Nebel sehr eingeschränkt. 
So sieht es heute noch bei uns aus:
der Wasserstand im Hafen steht "Oberkante Unterlippe"!






Überall kommen die Nachbarn wieder ans Tageslicht und begutachten die Fahrzeuge und Vorzelte um eventuelle Schäden zu lokalisieren. Es ist aber überall glimpflich abgelaufen. Gut, der eine beklagt ein zusammengebrochenes Beistellzelt, ein anderer seinen vom Winde verwehten Aussenteppich, aber das sind ja mehr Lappalien! 
Es hat heute Nacht sehr kräftig gehagelt, wovon ich selbst nichts mitbekommen habe, so war aller Orten die positive Nachricht zu hören, dass keine zerschlagene Dachluke zu beklagen sei! Und auch die Dächer haben den Beschuss von oben wohl ohne Dellen überstanden. Das ist doch schon sehr positiv. 
Die ersten Leute sind schon dabei auf die Dächer ihrer Mobile zu steigen,um die dicke Sandschicht fortzuspülen. Leider mangelt es da wieder an ausreichendem Wasserdruck. Irgendwann in den nächsten Tagen muss ich wohl auch auf das Dach. Bernd und ich haben uns abgesprochen, dass wir das gemeinsam angehen wollen. Wir wollen dann einen Wasserhahn in der Waschküche anzapfen, da der einen wesentlich stärkeren Wasserdruck liefert als unsere Zapfstelle am Platz. So können wir  auch mehrere Schläuche zusammenschließen und damit die größere Entfernung  überbrücken. Das ist dann auch effektiver wenn wir das zu zweit und gleichzeitig in Angriff nehmen.

Montag, 20. Januar 2020

Es scheint geschafft!

So langsam kehrt Ruhe ein!

Jawohl, der Sturm hat sich zu einer leichten Brise abgeschwächt, und auch das Wasser von oben hat seine Arbeit eingestellt. Wir können Luft holen und uns auf eine hoffentlich ruhige Nacht einstellen.
Ich bin aber schon mal kurz Richtung Strand gelaufen und habe einige Fotos von der Situation gemacht. Der Wellengang ist noch immer sehr hoch, das Strandgut sammelt sich vor der Düne. Da ist doch einiges zusammengekommen.

ein fliegender Fisch oder Müll?





Ansonsten haben wir nichts weiter unternommen, die Situation ausgesessen!
Lediglich heute Morgen, quasi schon vor dem Aufstehen, musste ich doch nach draußen. Eine Stange des Sichtschutzes drohte abzuknicken. Der Häring hatte nachgegeben. So schlug ich einen stärkeren, massiveren Erdnagel in den Boden und verspannte die Spannseile neu.
Alles ist gut. Nun konnten wir in Ruhe frühstücken!
Und die SAT-Antenne dürfen wir wohl auch wieder ausfahren, ohne dass sie Schaden nimmt. Also TV schauen ist wieder möglich.
Einen kleinen Vorteil hatte das Ganze ja doch. Wir haben etliche Filme, die wir als "Konserve" gespeichert hatten, angeschaut und anschließend vom Speicher gelöscht. 

Endlich zuhause.

Geschafft, wir sind im Heimathafen eingelaufen. Doch ob wir uns jetzt auch wohlfühlen werden? Das steht auf einem anderen Blatt! Denn hie...